Lernen lernen
Lernen beschränkt sich nicht nur auf die Schulzeit. Wir lernen unser ganzes Leben lang. Eine Strategie zu haben, macht lernen nicht nur einfacher, es macht auch mehr Spaß.

Vielleicht bist du froh nach der Schule und Ausbildung oder Studium nichts mehr mit Lernen zu tun zu haben. Doch das stellt sich oft schnell als Irrtum heraus. Schon im Beruf verlangen uns die neuen Medien, neue Techniken und Verfahren immer wieder Anpassungen ab. Einfach so weitermachen wie bisher ist nicht möglich.
Berufswechsel#
Du willst dich beruflich verändern? Wenn du schon deinen Job gewechselt hast, dann weißt du, dass einige Veränderungen auf dich zukommen. Es sind nicht allein andere Arbeitsabläufe und Kollegen und Kolleginnen, die dich erwarten. Ein Jobwechsel hat auch Auswirkungen auf dein soziales und familiäres Umfeld. Du stehst zum Beispiel morgens zu einem anderen Zeitpunkt auf, das erfordert auch abends von dir ein anderes Verhalten. Vielleicht bist du auch ein wenig gereizt, weil so viele neue Sachen auf dich einstürmen. Das muss dein Umfeld auch erst einmal auffangen.
Umschulung / Quereinstieg#
Ein Berufswechsel ist dir vielleicht zu wenig und du willst noch einmal neu durchstarten? Das heißt, dass du erneut die Schulbank drücken musst. Bevor die Anforderungen deines neuen Jobs, wie bei einem Berufswechsel, auf dich einwirken, musst du erst mal viel Neues lernen und Prüfungen bestehen. Das bringt an sich schon viel Stress mit sich. Doch wenn man merkt, dass man eigentlich den Anforderungen gewachsen ist, aber dennoch immer wieder an seine Grenzen gerät, wenn es in Prüfungen darauf ankommt, dann solltest du am besten dein Lernsystem überdenken.
Lernen während der Schule#
Denkst du auch, dass du in der Schule genügend gelernt hast und auch eine Strategie hast, wie du Lernstoff am besten lernen kannst? Ja, das wäre natürlich schön. In Wahrheit bekommen wir jedoch keine Lernkompetenz vermittelt. Wir erfahren noch nicht einmal welcher Lerntyp wir sind, geschweige denn, dass uns Lernen dementsprechend vermittelt wird oder wir selbst die Gelegenheit typgerecht zu lernen. Anstatt werden wir alle über einen Kamm geschert. Wer anders ist, der fällt dann eben durchs Raster. Doch so müsste es nicht sein.
Lerntyp als Indikator für Aufbau einer Lernstrategie#
Vielfach gehen wir davon aus, dass es ausreicht Lernstoff über die Augen und / oder die Ohren aufzunehmen, also visuell oder auditiv. Das sind zwar unsere Hauptsinneskanäle, doch auch über unsere kinästhetischen Sinne wie Geschmacks- und Geruchssinn sowie Haptik nehmen wir Informationen auf. Letztere Sinne werden oft unterschätzt und meistens vernachlässigt. So geraten Lernende, die eine sinnliche Erfahrung oder Bewegung benötigen oft ins Hintertreffen. Als zu unruhig oder Störenfriede werden sie ausgegrenzt.
Da Hören und Sehen im Unterricht meist ausreichend bedient wird, will ich hier auf die kinästhetischen Typen eingehen. Wie kann man sich also Lernstoff aneignen, wenn man sich gern bewegt, was für andere aus wie zappeln aussehen kann, oder Sachverhalte be-greifen muss, um sie verstehen zu können?
Tipps für kinästhetische Lerntypen#
Auf dem Stuhl zu zappeln oder ständig mit einem Stift zu spielen, kann für die anderen Lernenden anstrengend sein. Besser ist es möglichst viel mitzuschreiben. Wenn das nicht möglich ist, dann suche andere Möglichkeiten, den Stift in Bewegung zu halten, ohne deine Nachbarn zu irritieren.
Wenn es dir nicht ausreicht, die Finger in Bewegung zu halten, dann spanne dir ein Gummiseil unter dem Tisch, sodass du leicht mit den Füßen darauf wippen kannst.
Schaue, was dir gut tut. Sprich auch mit Lehrern oder Trainern über deinen Bewegungsdrang und dem Ergebnis deines Lerngruppentests. Im Internet gibt es eine Reihe kostenloser Lerntypentests.
Was gar nicht geht#
Vielleicht ahnst du es schon: Es ist das Rumdaddeln auf einem Handy oder Tablet. Deine Aufmerksamkeit folgt nun irgendwelchen Seiten im Internet. Auch für eine Mitschrift ist ein Tablet oder ein Laptop nur bedingt geeignet. Wenn du eins dieser Hilfsmittel nutzt, solltest du zumindest das WLAN ausstellen, damit dich hereinkommende Nachrichten nicht ablenken. Wie neueste Studien gezeigt haben, hat das Aufschreiben von Hand einen größeren Effekt beim Lernen als das Schreiben mit einer Tastatur.
Wenn du Fragen hast, wie du deine Sinne am besten ansprechen kannst, damit du gut und effizient lernen kannst, sprich mich einfach an. Ich schicke dir auch gern einen Lerntypentest auf Papier zu. Schreib mir einfach über das Kontaktformular.
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